Meine Hunde

Leyla ist ein Jack-Russell-Dackel-Chihuahua-Mix, geb. am 22.04.2010 und zog als Welpe bei mir ein. Da Leyla ein Welpe von der Hündin einer meiner besten Freundinnen war, durfte ich sie von Tag 1 begleiten. Leyla ist ein sehr fröhlicher und selbstbewusster Hund, solange sie in ihrer Komfortzone ist. Sobald fremde Menschen sie streicheln möchten oder fremde Hunde frontal und unhöflich auf sie zugehen, wird sie schnell zum unsicheren Hund und zeigt dies mit Rückzug, Bellen und schnappen in die Luft. In diesen Situationen lasse ich sie nicht alleine, sie weiß sie bekommt von mir Schutz und nimmt diesen gut an. Mit einem Ball kann man sie restlos begeistern und wird schnell zu ihrer Freund(in). Ich liebe ihre Lebendigkeit und Fröhlichkeit, sie ist immer aufmerksam und ihr entgeht nichts. Sie ist der optimale Begleiter für unterwegs. Zuhause ist sie manchmal etwas knurrig, da Leyla lieber ein Einzelhund geworden wäre, sehen wir ihr das nach. Denn „leider“ oder zu unserem Glück war ihr das bei uns nicht vergönnt. Leyla wurde nach Hundesozialstrukturen, als Botschafterin eingeschätzt.

Denn im April 2012 zog Mira, ein damals 5 Monate altes Galgo-Mix Mädchen bei uns ein. Mira kommt aus dem spanischen Tierschutz und ist ein Hund mit Deprivationsschäden. Sie hat nie etwas schlimmes erlebt, aber in der so wichtigen sozial-sensiblen Phase hat sie leider zu wenig erlebt, so dass sie bis heute viele Ängste hat und sich vor vielen Dingen fürchtet.  Oft höre ich von meinen Kunden: Der Hund hat sich uns ausgesucht. Das kann man bei Mira absolut nicht sagen. Als wir sie damals aus ihrer Pflegestelle in Niederbayern holten, schrie sie und machte unter sich. Meine Sorge damals war, dass die Pflegestelle sagte: Lasst es, das hat keinen Sinn. Als ich zu einem späteren Zeitpunkt, diese Gedanken mal bei den Leuten aussprach, lachten sie und meinten: Sie dachten die ganze Zeit wir würden sagen: Wir lassen es, es hat keinen Sinn. Also trugen wir den schreienden, windenden und unter sich machenden Hund ins Auto. Sobald der Motor lief, beruhigte sie sich sofort und kuschelte sich auf den Schoß meines Mannes. Noch heute ist das Auto ihr sicherer Hafen und mein Mann ihre absolute Bezugsperson. Zuhause angekommen, war sie ein fröhlicher, verspielter Welpe. Nur sobald es nach draußen ging, war sie so reizüberflutet, dass sie nur dastand und schrie. Also wurden die ersten Gassigänge erstmal auf nachts verlegt. Für Mira gibt es keine Kompromisse, sie liebt oder sie hasst aus vollen Herzen. Mira erkennt sofort, wenn es einem nicht gut geht, sie kümmert sich und wird von mir oft liebevoll Krankenschwester genannt. Genau so, wenn ihr etwas nicht passt, mutiert sie zu einer Dramaqueen. Durch sie habe ich unglaublich viel gelernt und den Umgang mit Hunden habe ich zum größtenteils ihr zu verdanken. Sie ist meine größte Lehrerin. Mira wurde nach Hundesozialstrukturen als Visionärin eingeschätzt.

Im Oktober 2012 zog dann Bonny, eine Galga, damals 3 Jahre bei uns ein. Sie kommt aus der gleichen Pflegestelle wie Mira und somit auch aus dem spanischen Tierschutz. Bonny ist mittlerweile unsere Grand-Madame und hat ihren ganz eigenen Kopf, den wir ihr gerne lassen. Bonny hat eigentlich mit nichts und niemanden Probleme, aber sie liebt es bei Hundebegegnungen einen Aufstand aufzuwiegeln und unsere anderen Hunde mitzureißen. Für Bonny ist Routine unglaublich wichtig. Sie braucht zu ihrer bestimmten Uhrzeit ihr Fressi und möchte zu einer bestimmten Uhrzeit in ihr Bett. Da sie in Spanien in einem Erdloch hauste, vermuten wir, dass sie vielleicht nicht regelmäßig ihr Essen bekam und ihr es deswegen so wichtig ist. Bonny liebt es in fremde Gärten zu gucken, an jedem Grashalm minutenlang zu schnüffeln und ihre Pinkelbotschaften zu verteilen. Bonny ist ein unsagbarer Schatz und wir hoffen wir haben noch viele Jahre mit ihr. Bonny wurde nach Hundesozialstrukturen als Visionärin eingeschätzt.

Das Lied des Barden ist zu Ende. Das Lautenspiel vergangen. Stumm stehen wir und fassungslos versuchen den letzten Ton zu fangen und ihn zu halten, ihn niemals loszulassen. Am 09.03.2021 hat unsere Bonny die Welten gewechselt. Viel zu früh haben wir unsere unverwechselbare Zuckerpuppe verloren.

Im Februar 2013 zog dann Morgan der Zwillingsbruder von Mira bei uns ein und machte unsere Hundegruppe perfekt. Morgan ist unser größter Kuschelbär und 2 Herzen schlagen in seiner Brust. Die eine Seite ist unglaublich anschmiegsam und verkuschelt. Er ist sehr vertrauensvoll und sozialkompetent. Gerade von kleineren Hunden lässt er sich viel gefallen und bringt Ruhe hinein. Die andere Seite ist aber, dass er sehr territorial ist und er immer die ersten Minuten einen absoluten Aufstand baut, wenn fremde Menschen, Radfahrer oder Hunde in sein Territorium kommen. Sein Territorium bedeutet: Ich war 3mal da, es gehört mir! Wenn er nur mit mir unterwegs ist und man ihm genügend Zeit lässt, kann er sehr schnell seine sozial kompetente Seite zeigen. Nur da er groß und schwarz ist, bekommt er selten die Chance die auch fremden Menschen oder Hunden zeigen zu dürfen. Morgan ist mein schwarzer Ritter mit einem Hasenherz, was aber Niemand wissen darf. Zu ihm habe ich eine ganz besondere Bindung, obwohl er der einzige Hund war, den ich eigentlich nicht wollte. Doch zu unserem Glück hatte sich damals mein Mann durchgesetzt. Morgan wurde nach Hundesozialstrukturen als Unterstützer eingeschätzt.

Wenn in der Nacht die Rosen weinen und unser Herz vor Kummer bricht, möchten wir dir noch einmal erscheinen und Dir sagen “Wir lieben dich.” Am 18.03.22 1 Jahr und 9 Tage später ist Morgan unserer Bonny gefolgt. Wir sind untröstlich.